Manchmal schießt sein Zeigefinger heraus und zeigt auf einen, es folgt eine Mahnung, sich kundig zu machen – er sagt es gerne auch auf Latein. Wir sitzen in der Wohnung von Josef Gelmi in Brixen, umzingelt von Büchern. Er ist sehr freundlich. Er trägt ein Lächeln im Gesicht.
Der Geistliche ist 87 Jahre alt, schmal und ziemlich wach. Er war in der Südtiroler Kirche schon viel, Seelsorger, 1961 zum Priester geweiht, Professor an der Hochschule in Brixen, Präsident der Hofburg mit dem Diözesanmuseum.
Gelmi, 1937 in Cavalese geboren, kann witzig sein, er...
