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Rund um den Peitlerkofel
Die schroffen Nordwände des Peitlerkofels sind von vielen Orten Südtirols aus gut sichtbar. Bei dieser traumhaften Rundtour lernen wir auch die sanften Grashänge auf der Südseite kennen. Die abwechslungsreiche Panoramarunde führt über geröllige Steige und grüne Almwiesen, zum Teil ganz dicht an den Felswänden des Peitlerkofels entlang.
ff media | 2. Jul 2025 | ff 27/2025
Der markante Peitlerkofel (2.875 Meter, ladinisch Sas de Pütia, italienisch Sass de Putia) wird oft als nordwestlicher Eckpfeiler der Dolomiten bezeichnet.

Foto: Anja Eichelsdörfer

Wir verlassen das Würzjoch in südlicher Richtung und schlagen den bergauf führenden Weg ein (Nr. 8A, „Peitlerscharte“). Die markanten Nordwände des Peitlerkofels heben sich direkt neben uns in die Höhe. Wir kommen am Serighela-Moos vorbei und steuern direkt auf den Peitlerkofel zu. An der nächsten Abzweigung halten wir uns rechts (Nr. 8A) und passieren die Sot-Pütia-Hütte.

Nach ein paar Minuten wird aus dem breiten Weg ein schmaler Steig, der sich, stellenweise leicht ausgesetzt, an der Bergflanke entlangwindet. Für nicht ganz Schwindelfreie ist dies die einzige schwierige Stelle der Peitlerkofel-Umrundung. An der nächsten Abzweigung gehen wir geradeaus weiter (Nr. 4, „Peitlerkofel“), jetzt wird es anstrengend. Auf einem Steig kämpfen wir uns nun, je nach Kondition, die nächsten 30–45 Minuten steil bergauf, dann haben wir den höchsten Punkt dieser Wanderung erklommen, die Peitlerscharte (2.357 Meter).

Nach einer kurzen Rast folgen wir Weg Nr. 4B („Campill“) über den grasbewachsenen Hang steil bergab. Nach dem ersten steilen Stück abwärts wird es nun, an der Südseite des Peitlerkofels, deutlich gemütlicher. Auf einem breiten Weg wandern wir ohne große Höhenunterschiede über die Almwiesen. Nach der Ütia Vaciara verlassen wir den Almenweg und biegen links auf einen Steig ab (Nr. 35, „Göma“), der uns, ohne großen Höhenunterschied, zum Gömajoch bringt. Wir setzen die Route auf Weg Nr. 8B („Würzjoch“) fort, jetzt befinden wir uns wieder an der Nordseite des Peitlerkofels. Die Rundwanderung bleibt bis zum Schluss abwechslungsreich. Wir kommen an der Ütia de Göma und der Munt de Fornella Alm vorbei und erreichen schließlich die Abzweigung, an der wir schon einmal waren. Jetzt biegen wir rechts ab (Nr. 8A) und kehren über den Hinweg zurück zum Würzjoch.

Infos in Kürze

Traumhafte Rundtour dicht an den Felswänden des Peitlerkofels entlang.

Start: Würzjoch, 1.987 m

Gehzeit: 4½–5 Std., 550 Hm, 13 km

Anfahrt: auf kurviger Passstraße sowohl aus dem Eisacktal als auch Gadertal möglich.

Busse ab Brixen über Palmschoß oder ab Brixen über Villnöß, nur im Sommer

Einkehrtipp

Ütia Vaciara: herrliche Lage, Südtiroler Hausmannskost.

Mitte Juni–Mitte Okt. geöffnet.

Tel. 339 7026003, www.gscnara.it

Ütia de Göma: hübsche Holzhütte am Fuße des Peitlerkofels, Panoramaterrasse, Südtiroler Küche.
Juni–Mitte Okt. geöffnet, Tel. 347 4186136

Munt de Fornella: in 20 Min.
vom Würzjoch aus erreichbar, schöner Außenbereich mit großem Spielplatz und vielen Tieren.
Juni–Mitte Okt. geöffnet
Tel. 335 6166673, www.muntdefornella.it

Die ungekürzte Version und viele weitere Wandertipps finden Sie im Buch.

Foto: Anja Eichelsdörfer

Das Buch zum Tipp

Anja Eichelsdörfer

Dolomiten hautnah

Leichte bis mittelschwere Wanderungen

Folio Verlag (Wien / Bozen) 2024

ISBN 978-3-85256-898-0

Erhältlich im Buchhandel.