Ende Mai schaute die Welt nach Blatten. Das kleine Dorf mit seinen 300 Leuten im schweizerischen Wallis war durch eine Schutt- und Eislawine verschüttet worden. Kurz davor war im Gebirge ein instabiler Fels abgebrochen und auf den da-runterliegenden Birchgletscher gestürzt. Als der Gletscher abbrach, donnerten riesige Mengen an Eis, Fels und Geröll ins Tal. Von einem auf den anderen Moment war Blatten verschwunden. Eine Person kam dabei ums Leben.
Markus Larcher hat sich gefragt, was Murgänge, Felsstürze oder Massenbewegungen auslösen, wo sie Probleme schaffen und wie man sich dagegen wappnet. Er hat dafür unter anderem mit dem Landesgeologen Volkmar Mair den Trafoier Talschluss mit dem Kirchlein der Heiligen drei Brunnen am Fuße des Ortlers besucht. 300 Jahre lang war das Kirchlein von Murenabgängen verschont geblieben, vor zwei Jahren wurde es aber beschädigt. Nun hat man es wieder saniert. In Trafoi konnte Larcher auch sehen, was tiefgründige Massenbewegungen an Wohnhäusern anrichten könnten. Seine Titelgeschichte nennt er „Wenn Berge bröckeln“, ab Seite 22.
Auch Reinhold Messner ist jemand,der genau im Blick hat, was auf und mit den Bergen passiert. Der alternde Alpinstar und seine Ehefrau Diane Schumacher haben vergangene Woche ihr neuestes Projekt vorgestellt: das „Reinhold Messner Haus“auf dem Sextner Helm. Hier soll seine Geschichte erzählt – und in die Zukunft geblickt werden. Karl Hinterwaldner hat das neue Heim besucht. „Messner zum Greifen“, ab Seite 34.
Unser Autor Helmut Luther hat hingegen Mary de Rachewiltz auf der Brunnenburg bei Dorf Tirol besucht. Als sie ihm die Tür zu ihrer Wohnung aufmachte, begrüßte sie ihn mit den Worten: „Ah, der Fratschler kommt.“ Die Tochter von Ezra Poundwird am 9. Juli 100 Jahre alt. Im Palais Mamming in Meran gibt es dazu eine Ausstellung. „Ein Jahrhundertleben“, ab Seite 48.
Mit einem drängenden Problem der Gegenwart hat sich Alexandra Aschbacher beschäftigt: Die vielen Freiwilligen im Südtiroler Ehrenamt werden von der Bürokratie erdrückt. Das soll sich jetzt ändern. „Sie haben es nicht leicht“,
ab Seite 16.

