haben Sie eine Schwester? Oder einen Bruder? Wann haben Sie sich denn das letzte Mal getroffen – oder miteinander telefoniert?
Mit Geschwistern ist das so eine Sache. Sie prägen unser Leben, wir lernen von ihnen, ohne dass uns das immer bewusst ist. Aber welche Facetten kennzeichnen diese Beziehungen? Das versuchen wir in den nächsten Monaten in den ff-Sommergesprächen herauszufinden. Es sind Geschwistergespräche.
Die Titelgeschichte von Georg Mair und Silke Hinterwaldner bildet den Auftakt zur Reihe (ab Seite 26). Mair beschreibt das Phänomen Geschwisterbeziehung, Hinterwaldner hat ein langes Gespräch mit den Brüdern Oskar und Hans Karl Peterlinigeführt. Der eine war Politiker, der andere Journalist. Hans Karl Peterlini hatte kurz gezögert. Aber dann sagte er – immerhin ehemals Chefredakteur dieses Magazins – zu.
Silke Hinterwaldner hatte den Eindruck, dass die beiden Brüder Freude daran hatten, sich auf einen Plausch zu treffen. Unser Autor Georg Mair ist übrigens der Älteste von vier Geschwistern, Silke Hinterwaldner das mittlere Kind von dreien.
Wenig brüderlich geht es in der aktuellen Debatte über Gipfelkreuze zu. Typisch Sommerloch könnte man meinen. Doch die politische Instrumentalisierung durch Konservative und Rechtsparteien, Gipfelkreuze seien Ausdruck jahrhundertealter christlicher Tradition, ist zu hinterfragen. Den Input hierzu lieferte die Terlaner Volkskundlerin Barbara Stocker. Sie war es, die Markus Larcher, den Autor der Geschichte „Gotteszweifel und Blitzableiter“ (ab Seite 48) auf den renommierten Kulturwissenschaftler Martin Scharfe aufmerksam machte. Er sagt: Gipfelkreuze sind ein kulturelles Resultat des 20. Jahrhunderts.
Übrigens: Wer in der aktuellen Ausgabe des Stern liest, findet auch eine Reportage von Moritz Florian aus Kaltern. In „Alp-Traum“erzählt er von seinem Sommerjob als Viehhüter in der Schweiz. Florian hat vergangenes Jahr gemeinsam mit Aaron Munter den Gabriel-Grüner-Schülerpreis für Reportagen gewonnen, zu dessen Trägern auch das Wochenmagazin ffgehört.
