Marco Albino Ferrari, Redaktionsleiter des Magazins des italienischen Alpenvereins Cai, ahnte nicht, was für einen Sturm er auslösen würde. Während einer Buchpräsentation in Mailand hatte er gemeint, Gipfelkreuze würden nicht alle Bergsteiger ansprechen: Zwar wolle niemand existente Kreuze entfernen, doch sollten keine weiteren aufgestellt werden, Berggipfel neutrales Gebiet bleiben. Die empörten Reaktionen ließen nicht auf sich warten – und plötzlich war sie wieder da: die Debatte rund um die Gipfelkreuze, bei der sich vor allem Vertreter der Rechtsparteien...
Gotteszweifel und Blitzableiter
Wer behauptet, dass Gipfelkreuze schon immer dagewesen seien, irrt. Für den Ethnologen Martin Scharfe sind sie ein kulturelles Resultat des 20. Jahrhunderts.
