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„Das war nicht wirklich vorhersehbar“
Roberto Dinale, Chef der Südtiroler Gletscherbeobachtung, über das Eis, das schon lange nicht mehr ewig ist.
Roberto Dinale ist Direktor im Amt für Hydrologie, Hydrographie, Stauanlagen, Glaziologie.

Foto: Archiv

Das Ausmaß dieses Eissturzes an der Marmolata ist für die Ostalpen sehr ungewöhnlich, ich kann mich jedenfalls an nichts Vergleichbares erinnern. Das war für mich nicht wirklich vorhersehbar. Natürlich beobachten wir, dass sich auf unseren Gletschern in den letzten Jahrzehnten viel tut.

Unsere letzte Gletscherinventarisierung datiert von 2016/17. Im Vergleich zum Stand von 2005 fällt auf: In elf beziehungsweise zwölf Jahren haben Südtirols Gletscher 19 Prozent ihrer Fläche eingebüßt. Das zeigt: Die Prozesse haben sich rapide beschleunigt.

Die Verteilung, sprich die...

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