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Symphonie des Lebens
Valeria Told leitet seit zehn Jahren die Haydn-Stiftung. Und erlaubt sich zu träumen, dass es noch weiter und besser geht. Porträt einer Managerin, die sich manchmal selber bremsen muss.
Georg Mair | 1. Jul 2020 | ff 27/2020
Hier im Konzerthaus in Bozen spielt das Haydn-Orchester, und dann steht Valeria Told oft in der letzten Reihe: „Wir sind gut und können noch wachsen.“

Foto: Alexander Alber

Es war am Sonntag, da entdeckte Valeria Told eine kleine Unzufriedenheit in sich. Es passierte bei einem Stimmworkshop. Was ist das, hat sie sich gefragt? Noch hat sie es nicht herausgefunden. Doch sie wird nicht nachlassen, bevor sie es nicht weiß.

Valeria Told hört viel, sie hört viel Musik, beruflich und privat. Sie hört viel zu. Sie hört viel in sich hinein, seit sie vor gut fünf Jahren an einem sonnigen Wintertag vor dem Fenster saß und eine große Leere in sich spürte.

Das kann, dachte sie sich, nicht Leben sein. „Da habe ich begonnen, mein Leben zu drehen.“ Sie sagt...

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