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Miar sein net lei Miar
Integration von Einwanderern ist ein schwieriges Geschäft. Auch in Südtirol. Wie kann sie gelingen – jenseits billiger Parolen?
Georg Mair | 4. Jul 2018 | ff 27/2018
Südtiroler Multikulti: „Wir müssen nicht alles akzeptieren“, sagt die Anthropologin Dorothy Zinn, „aber Begegnung ist der Königsweg zum Zusammenleben.“

Foto: Ludwig Thalheimer

Landesrat Philipp Achammer versinkt beinahe im Sessel. Die Beine übereinandergeschlagen. Ein Dreitagebart wie ein dunkler Schatten auf seinen Wangen. Hinter ihm hängt zeitgenössische Kunst an der Wand.
Achammer hat eine Stimme, die durchdringend ist. Er ist ein Lautsprecher. In den vergangenen Wochen hat er die Stimme erhoben zu einem Thema, mit dem im Moment leicht Zustimmung und Stimmen zu gewinnen sind, an dem, wie gerade in Deutschland, Regierungen zu zerbrechen drohen.
Migration und Integration.
Ausländer und Asylbewerber sind die größte gefühlte Bedrohung in Europa. Stimmung machen...

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