Zwei Tage nachdem Elide Mussner im Pfarrheim in Bozen ihr Amt als Co-Vorsitzende der Grünen abgegeben hatte, bewies sie noch einmal ihr Talent zur unverfälschten Kommunikation. In einer Pressemitteilung kritisierte sie die „Kapitalisierung des öffentlichen Raumes“. Anmietung von Slots für private Hochzeiten am Pragser Wildsee? Rennfahrten mit privater Escorte auf den Dolomitenpässen? Konzerte am Berg? Geht alles gar nicht, findet sie. Dieser Trend – Wer bezahlt, kann haben – sei „ein gravierendes Zeichen von sozialer Verarmung“. Mussners Botschaft: Der öffentliche Raum soll und darf...
„Ab und zu kann es auch mal krachen“
Elide Mussner war zweieinhalb Jahre Co-Vorsitzende der Grünen. Zwischendurch wollte sie hinschmeißen. Das erzählt einiges darüber, was es heute bedeutet, ehrenamtlich Politik zu machen.
