Nicola Nettis ist ein höflicher und bescheidener Mensch. Fragt man den Bozner Strafverteidiger, wie er es bloß geschafft habe, dass seine Klienten mit einer dermaßen milden Strafe davonkommen, stapelt er tief. Ja, die Vorhaltungen gegen seine Klienten, die fünf Frauen aus einem Dorf im Pustertal, seien „sehr schwerwiegend“ gewesen. Andererseits sei der juridische Aspekt in einem solchen Fall „immer höchst komplex“. Nettis: „Ich denke, alle können froh sein, dass wir diese Angelegenheit jetzt als abgeschlossen bezeichnen können.“
Die Anklage lautete auf Kindesmissbrauch. Darauf...
