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Auf Schneckenwegen
Ein Dorf ist eine feste Gemeinschaft. Ob es hier eine gute Postcoronaphase geben wird, ist nicht ausgemacht. Der Weg dorthin ist auch hier mühsam.
Es geht voran, aber nur im Schneckentempo: Eine Schnecke schleppt ihr Schicksal auf dem Rücken mit sich herum, von dem her ist sie dem Menschen nicht unähnlich.

Foto: Alexandra Aschbacher

Das Regenwetter taugt den Schnecken. Sie mögen es eben lieber feucht als warm und trocken. In diesen regennassen Tagen quellen sie in ziemlich großer Schar unter dem Zaun hervor, fallen über die Pflanzen her. Weinbergschnecken, Bänderschnecken, Nacktschnecken – barocke Schnörkel sind ihnen allen auf den Leib geschrieben, gemütlich ist ihr Tempo. Vielleicht fallen sie ja deshalb mehr auf in dieser besonderen und eigenartigen Zeit.

Das Leben geht trotz Coronavirus irgendwie weiter, aber es fühlt sich eigenartig an. Der Lockdown ist vorbei, wo man sich manchmal wie eine Schnecke...

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