Sind die Kundgebungen auf Südtirols Plätzen Ausdruck zivilen Engagements gegen die Versäumnisse der Politik, oder nur eine Stimme aus dem Ohnmachtsgefühl heraus, weil es ein Kommunikationsproblem nach oben gibt?
Wenn das Volk sich empört und auf der Straße Besserungen einfordert, dann besteht ein Graben zwischen den Interessenlagen der Wählenden und der Gewählten. Die (Partei-)Politik muss diese Form des Aufbegehrens als Anstoß nehmen, mehr in die Menschen und ihre Anliegen hineinzuhören und Lösungen anzubieten, denn ein wachsendes Unbehagen gefährdet den sozialen Frieden.
Thomas Malfertheiner, Bozen
