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Der Fremde im Dorf
Prettau und Laurein sind die einzigen Gemeinden Südtirols, in denen nur je ein Ausländer wohnt. ff hat sie besucht – und herausgefunden, dass Isolation und Integration manchmal sehr nahe beieinander liegen.
Anton Rainer | 28. Jun 2017 | ff 26/2017
Werner Gantner, 71, Prettau: „Man versucht, sich zu integrieren.“

Foto: Alexander Alber

Er hatte sich das alles anders vorgestellt. Als Werner Gantner vor 17 Jahren sein geliebtes München zurückließ, glaubte er noch an eine bessere Zukunft in der Provinz. Über 40 Jahre seines Lebens hatte er in der bayerischen Hauptstadt verbracht, bevor er ihrer überdrüssig wurde. Veränderung war angesagt, ein Leben im Dorf – je kleiner, desto besser.
Gesucht, gefunden: Ein Land hinter den Bergen, in dem die Leute noch offen aufeinander zugehen, einander freundlich grüßen und einem in der „Wirtschaft“ freundlich zuprosten.
Gantner lacht trocken, wenn er an seine damalige Vorstellung von...

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