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„Keine Scheuklappen“
Sarah Trevisiol sucht in ihrem Film nach Gründen, in Südtirol zu bleiben. Oder zu gehen. Und findet dafür gute Gründe, aber nicht die richtigen Bilder.
Georg Mair | 19. Jun 2024 | ff 25/2024
Annalena Tappeiner ist eine der Protagonistinnen des Films von Sarah Trevisiol, sie hat zuerst als Verkäuferin gearbeitet, ging nach Australien, kam zurück und lernte Steinmetzin: „Augen und Ohren auf, das Glück liegt vor der Haustür.“

Foto: „Gehen oder bleiben“

Sarah Trevisiol macht nicht nur Filme, sie hat eine Mission. Sie will etwas bewegen. Sie sagt: „Ich bin ein Sprachrohr. Der Dokumentarfilm, den sie gemacht hat, „Südtirol – gehen oder bleiben“ (46 Min.; eine allzu deutliche Anspielung auf die Option), ist deshalb immer auch vor und nach der Vorführung von Erklärungen begleitet. Warum, so die Frage, verlassen so viele junge Leute Südtirol und kehren nicht mehr zurück?

So weit, so bekannt. Der Refrain ist: Südtirol ist ein enges Land.

Der sogenannte Brain Drain beschäftigt Politik und Wirtschaft seit Jahren. Geändert hat sich...

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