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Nach den Bomben das Wasser
Auf acht Monate russischer Besatzung folgte die Flut. Die Menschen wissen nach der Zerstörung des Dammes bei Cherson nicht, wie es weitergeht. Wie leben sie mit der Katastrophe?
ff media | 21. Jun 2023 | ff 25/2023
In der Ortschaft Afanassijiwka in der Region Mykolajiw sucht Wolodymyr Saporoschtschenko im Schuppen hinter dem Haus nach einer Axt, um die Türen aufzubrechen.

Foto: Daniela Prugger

Afanassijiwka/Cherson.

Vorsichtig nimmt Leonid Bidnitschenko die Lupe in die Hand, die er normalerweise verwendet, um sein Kreuzworträtsel zu lösen oder die Zeitung zu lesen. Er legt sie ordentlich auf dem Tisch ab, neben den Kugelschreiber, neben die beiden Brillen-etuis mit den Lesebrillen, neben die Tischuhr. Dann setzt sich der 83-Jährige in Baseballcap und übergroßem T-Shirt, das er von einer Hilfsorganisation bekommen hat, langsam auf den Stuhl und atmet aus. Er sagt nichts, blickt fassungslos um sich, auf den Schlamm, der sich auf dem Fußboden ausgebreitet...

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