Sachbuch – „Verbot und Verzicht“:(gm) Früher, schreibt der Politik-wissenschaftler Philipp Lepenies (50, er lehrt an der Freien Universität in Berlin), galt Geldmachen als gut. Aber nur in Verbindung mit Verzicht auf Konsum und unter Kontrolle der zerstörerischen Leidenschaften, die der Mensch entfalten kann – das nennt man Affektkontrolle.
Dann kam, kurz gesagt, der Neoliberalismus und änderte alles: Der Konsument wurde zum Maßstab aller Dinge. Jeder soll, so die Doktrin, sich privat ausleben können, so schnell fahren, wie er will, so viel Ressourcen...
