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Raum für Utopien
Erika Wimmer Mazohl hat mit „Löwin auf einem Bein“ einen Roman vorgelegt, der hochpolitisch ist. Was die Südtiroler Autorin beim Schreiben antreibt. Und was ihr Hoffnung macht und was Angst.
Georg Mair | 17. Jun 2020 | ff 25/2020
Erika Wimmer Mazohl hat erst mit 30 begonnen, literarisch zu schreiben: „Es hat lange gedauert, bis ich mich Schriftstellerin nennen konnte.“

Foto: Kristin Jenny

In ihrem neuen Roman nimmt Erika Wimmer Mazohl den Leser auf eine Reise mit. Durch Italien, Indien, Mustang (Nepal), durch die Zeiten, durch Kulturen, Kulte und Religionen. „Löwin auf einem Bein“ ist eng mit der (italienischen) Politik verwoben. Die Figuren, plastisch gezeichnet, werden von den Zeitläufen gebeutelt: die Archäologin Ariane, ihre Tochter Katja, eine Studentin, und Arianes Mann Vittorio, Journalist. Der Roman ist Reiseerzählung und Zeitdiagnose zugleich – er lebt von vielen genauen Beobachtungen, er gründet auf den Erfahrungen, die Erika Wimmer (63) auf ihren Reisen...

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