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Das Gerede vom Untergang
Die Selbstgewissheit der Europäischen Union ist tiefen Zweifeln gewichen. Zu Recht? Lassen wir die Kirche im Dorf. Ein Essay von Ulrich Ladurner.
ff media | 19. Jun 2019 | ff 25/2019
Die EU, wie sie sich in Brüssel zeigt: In den eigenen Untergang verliebt.

Foto: Alexander Alber

Die Europäer sind in den eigenen Untergang verliebt. Den Eindruck kann man gewinnen, wenn man die Debatte über Europa verfolgt. Da ist immerzu vom unausweichlichen Niedergang, ja vom Tod Europas die Rede.

Es gibt Gründe für diese depressive Stimmung. Ob Wirtschaftskraft oder Bevölkerungszahl: Die Bedeutung des Alten Kontinents nimmt im Vergleich zu anderen Weltregionen ab. Mehr als 500 Jahre beherrschte Europa die Welt. Um die Jahrtausendwende wurde langsam klar, dass sich diese Vorherrschaft dem Ende zuneigt.

Die Selbstgewissheit früherer Jahrhunderte ist tiefen...

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