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Von der Plätzwiese auf den Strudelkopf
ff media | 11. Jun 2025 | ff 24/2025
Auf dem Strudelkopf wurde 2015 die erste Unesco-Welterbe-Terrasse in Südtirol errichtet.

Foto: Anja Eichelsdörfer

Diese Rundwanderung in den Pragser Dolomiten eignet sich auch hervorragend als Sonnenaufgangs- oder Sonnenuntergangstour. Mit Blick auf Dürrenstein und Hohe Gaisl wandert man gemütlich über die Plätzwiese bis zur Dürrensteinhütte. Von hier geht es über einen schmalen Steig zum Strudelkopfsattel und auf breitem Weg hinauf zum Strudelkopf (2.307 m), der unter anderem einen tollen Blick auf die Drei Zinnen bietet.

Am Parkplatz folgen wir Weg Nr. 37 („Strudelkopf“), kommen am Berggasthof Plätzwiese vorbei und spazieren weiter auf dem breiten, nahezu ebenen Almenweg. Auf unserer rechten Seite reckt sich die Hohe Gaisl in die Höhe (mit 3.146 m der höchste Berg der Pragser Dolomiten), links der mächtige Dürrenstein. Nach etwa 40 Minunten erreichen wir die Dürrensteinhütte und das Sperrwerk Plätzwiese. Ende des 19. Jahrhundert erbaut, diente es im Ersten Weltkrieg der Sicherung des Höhlensteintals.

Nun können wir entweder der alten Militärstraße folgen oder dem Strudelkopf-Steig. Wir nehmen den Steig, der in mäßiger Steigung (mit einer leicht ausgesetzten Stelle) hinauf auf den Strudelkopfsattel führt. Am Sattel befinden sich eine Ruine aus dem Ersten Weltkrieg und ein Kriegerdenkmal. Wir biegen rechts ab (Nr. 34) und erreichen nach einem letzten Anstieg (20 Minuten) den Gipfel des Strudelkopfs, wo uns ein 360-Grad-Blick auf die schönsten Dolomitengipfel erwartet, beispielsweise die Drei Zinnen, die Cristallo- und die Tofane-Gruppe. Wir gehen am Gipfelkreuz (auch „Heimkehrer-Kreuz“ genannt, errichtet in Gedenken an die in den beiden Weltkriegen gefallenen Soldaten) vorbei, um zur -Unesco-Welterbe-Terrasse zu gelangen.

Für den Rückweg kehren wir zum Strudelkopfsattel zurück und gehen geradeaus weiter (Nr. 34, „Dürrensteinhütte“)und wandern danach auf dem Dolomiten-Höhenweg Nr. 3 eine ganze Zeit lang bergab. An der nächsten Abzweigung folgen wir Weg Nr. 40A („Plätzwiese“) und bei einer kleinen, überdachten Brücke der Ausschilderung zur Plätzwiesenalm. Kurz danach erreichen wir den Berggasthof Plätzwiese und kehren auf Weg Nr. 40A zum Parkplatz zurück.

Die Plätzwiese kann man auch zu Fuß gut erreichen, zum Beispiel ab Brückele auf Weg Nr. 37 (+1¾ bis 2 Stunden, +550 Höhenmeter).

Die ungekürzte Version und viele weitere Wandertipps finden Sie im Buch.

Infos in Kürze

Gemütliche Tour mit Ausblicken auf Landschaft und Geschichte.

Start: Parkplatz Plätzwiese, 1.970 m
Gehzeit: 3 Stunden, 380 Hm, 8,6 km
Anfahrt: Von der Pustertaler Staatsstraße ins Pragser Tal abbiegen und den Schildern zur Plätzwiese folgen. Parken in Brückele (kostenpflichtig; von hier per Bus weiter) oder über eine schmale Mautstraße (Auffahrt im Großteil des Jahres nur 10–15 Uhr; Abfahrt jederzeit) zum Parkplatz Plätzwiese. Fahrverbot für Privatbusse und Wohnmobile. Im Sommer ist die Straße ins Pragser Tal ab Schmieden für den Individualverkehr gesperrt, Anfahrt per Bus. www.prags.bz/de/plaetzwiese
Öffis: Bus: 443, Haltestelle: Plätzwiese

Einkehrtipp

Berggasthof Plätzwiese: Übernachtung, Panoramaterrasse, Südtiroler Küche. Mai–Anfang November. Tel. 0474 748650,
www.plaetzwiese.com

Dürrensteinhütte: Hübsche Berghütte mit Übernachtungsmöglichkeit, Tiroler und
italienische Küche.
Mitte Mai–Anf. Nov., Mi. Ruhetag, Juli/Aug. kein Ruhetag
Tel. 0474 972505, www.vallandro.it

Almhütte Plätzwiese:
Bewirtschaftete Alm mit Blick
auf die Hohe Gaisl, selbst gemachte Vollkornschlutzer.
Mai–Mitte Okt. Tel. 348 7043059,
www.almhuette-plaetzwiese.com

Das Buch zum Tipp Anja Eichelsdörfer Die schönsten Aussichtsplätze in Südtirol

Foto: Anja Eichelsdörfer

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