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Der Außerultner Höhenweg
ff media | 12. Jun 2024 | ff 24/2024
Der schöne Falkomai- oder Uenletzensee ist der eigentliche Höhepunkt der Wanderung.

Foto: Peter Righi

Es ist mir selten passiert, dass ich auf einem Höhenweg unterwegs bin, der in Vergessenheit geraten ist. Wieso dies beim Außerultner Höhenweg der Fall ist, der entlang der gesamten Wegstrecke nie als solcher beschildert ist und bis zur Innerfalkomai-Alm dem bekannten „Alpenrosenweg“ folgt, bleibt ein Rätsel. Der lange, aber technisch nicht anspruchsvolle Höhenweg beginnt beim Kirchlein zum hl. Vigilius am Vigiljoch und verläuft über die sonnenverwöhnten Naturnser Böden an den Südhängen der Hochwart bis zum schön gelegenen Falkomaisee. Der Abstieg durch das Kirchbachtal nach St. Pankraz ist kräftezehrend, aber die schöne Landschaft und das Rauschen des Wildbachs verleihen Bärenkräfte. Der Linienbus bringt uns nach Lana zurück.

Mit der Seilbahn schweben wir zur Bergstation Vigiljoch (1.489 m), der Sessel-lift bringt uns weiter auf etwa 1.800 m. Ab der Bergstation folgen wir links Weg Nr. 4 und gelangen auf dem Weg Nr. 5 zum St. Vigilius-Kirchlein. Vom Kirchhügel steigen wir auf Weg Nr. 30 in südwestliche Richtung hinab, an einer Gabelung folgen wir Weg Nr. 9 („Alpenrosenweg“) in Richtung Hochwart. Im Juni zeigen sich die Alpenrosen in ihrer schönsten Pracht. Über die bewaldete Bergflanke wandern wir taleinwärts, an einer Gabelung nehmen wir links Weg Nr. 1 („Stafler Alm“). Nach der Querung der nach Süden abfallenden Flanke der Naturnser Hochwart erreichen wir eine kleine private Almhütte und biegen in den Weg (immer noch Nr. 1), der bergwärts zur bewirtschafteten Außerfalkomai-Alm (2.168 m) hinaufführt, ein. Unweit davon befindet sich der schöne Falkomaisee (2.176 m). Westlich des Sees steigt man über ein kurzes, etwas ausgesetztes Wegstück hinab und wandert gemütlich weiter zur Innerfalkomai-Alm (2.051 m). Hier beginnt der lange Abstieg durch das Kirchbachtal. Wir folgen dem Bach
(Nr. 3A, „Knappensteig“), an einer Gabelung geht es weiter auf Weg Nr. 3. Nach etwa 1.000 Höhenmetern Abstieg queren wir zweimal die Landesstraße 41 und gelangen schließlich zum Naturlehrpfad, der nach St. Pankraz führt. Nach einer Rast im Dorfgasthaus steigen wir zur Hauptstraße und zur Bushaltestelle hinab und fahren mit dem Linienbus nach Lana.

Die ungekürzte Version und viele weitere Wandertipps finden Sie im Buch.

Infos in Kürze

Sehr lange, technisch einfache Tour

Beste Zeit: Ende Mai–Okt.

Gehzeit: 7 h 50 min, 22,8 km,
Aufstieg: 860 Hm;
Abstieg: 1.624 Hm

Max. Höhe: 2.182 m

Start: Parkplatz Talstation der
Vigiljoch-Seilbahn in Lana etwa
200 m oberhalb des Busterminals;
Ziel: St. Pankraz, Ultental,
Bushaltestelle an der Hauptstraße (beim Heizwerk).

Anfahrt: Mit der Vigiljoch-Seilbahn bis zur Bergstation und weiter mit dem Sessellift. In St. Pankraz fährt der Linienbus Nr. 245 bis Lana
zum Busterminal.

Von Meran oder Bozen
bis nach Lana zur Talstation
der Vigiljoch-Seilbahn.
Parkplatz an der Talstation.

Einkehrtipp

Außerfalkomai-Alm: Die urige Alm liegt auf 2.168 m Höhe. In der kleinen Gaststube oder auf der kleinen Terrasse bei der Holzhütte werden traditionelle Almgerichte angeboten. Geöffnet Mitte Juni bis ca. Mitte September.

Das Buch zum Tipp

Peter Righi

Höhenwanderungen in Südtirol

30 alpine Tagestouren

Folio Verlag (Wien / Bozen)

ISBN 978-3-85256-857-7

Erhältlich im Buchhandel.