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Matteo, der moderne Kreuzritter
Wie aus einer regionalen Bewegung, die von vielen belächelt wurde, die mächtigste Partei Italiens werden konnte. Auf den Spuren des Phänomens Lega.
Kommunikationsprofi Salvini: Mit Handy, Rosenkranz und Carabinieri-Leibchen das Bad in der Menge suchen.

Foto: Apa

Forza Etna! Alles begann mit auf Brücken und Hauswänden gepinselten Botschaften. Knapp, vulgär, also kinderleicht zu kapieren. Die Liga Veneta benötigte kein Parteiprogramm, zwei Worte genügten: Forza Etna!
Damals, Mitte der Achtzigerjahre, konnte man nicht Migranten für alle Übel dieser Welt verantwortlich machen. Forza Etna ließ keine Zweifel daran, wo die Schuldigen zu suchen seien: im Süden Italiens. Der Sündenbock für alles, was im tüchtigen Norden nicht funktionierte und nicht passte, war der „terrone“, womit jeder Italiener südlich von Florenz gemeint war: Römer, Neapolitaner,...

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