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Ein Leib in seiner Not
Der Künstler Reinhold Tappeiner legt mit „Essenz“ einen radikalen Werkzyklus vor. Mit einer erstaunlichen Geschichte hinter den Bildern.
Markus Larcher | 13. Jun 2018 | ff 24/2018
Reinhold Tappeiner in seinem Atelier in Laas. „Blick I“ nennt sich das Bild aus dem Jahr 2014 (Marmorsand, Tempera, Kohle, Papier).

Foto: Alexander Alber

Das Atelier ist unscheinbar. Kein großer Raum, dafür umso voller. Zahlreiche Zeichnungen, darunter viele Kinderzeichnungen an den Wänden, Regale mit Schriften, Mappen und großformatigen, aufeinander getürmten Büchern, eine große Handpresse, Handwerkszeug und Pinsel über Pinsel. Die Farben dazu finden sich in Gläsern auf einer großen Tischplatte, die nahezu den ganzen Raum ausfüllt. Will man an das andere Ende des Raums gelangen, muss man sich schon zwischen den mannshohen, hochformatigen Bildern hindurchzwängen, die uneinsehbar aneinandergereiht sind. Es ist eine kleine Welt, in der der...

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