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Schreiben, um zu leben
Interpret der Minderheiten in seinen Reisebüchern, Deuter von Politik und Gesellschaft in seinen „Journalen“: Das ist der österreichische Schriftsteller Karl-Markus Gauß. Was ihn antreibt. Was er nicht ausstehen kann. Und was ihn mit Südtirol verbindet.
Georg Mair | 14. Jun 2017 | ff 24/2017
Karl-Markus Gauß ist oft unterwegs (hier im Garten von Kloster Neustift): „Was macht es mit mir, wenn ich reise?“

Foto: Leonhard Angerer

ff: Für Ihr letztes Buch „20 Lewa oder tot“ sind Sie nach längerer Zeit wieder auf Reisen gegangen. Was lässt Sie immer wieder aufbrechen?

Karl-Markus Gauß:Ich möchte wissen, wie es in Europa überall ausschaut. Und ich möchte erfahren, was mit mir passiert, wenn ich auf Reisen gehe. Ich gebe also ein Bild von Landschaft, Leuten, Städten und Kulturgeschichte, aber auch von mir selber.

Karl-Markus Gauß, 63, ist einer der bekanntesten österreichischen Schriftsteller. So richtig berühmt wurde er mit „Die sterbenden Europäer“ (2001), einer...

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