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Lernen ohne Schule
Über 500 Kinder wurden dieses Schuljahr von ihren Eltern oder an „freien Lernorten“ unterrichtet. Die jetzt anstehenden Eignungsprüfungen sind für alle Beteiligten Neuland.
Sind Eltern die besseren Lehrer? Sind „freie Lernorte“ und „Lernwerkstätten“ besser als öffentliche Schulen? Diese Fragen haben dieses Schuljahr an Brisanz gewonnen.

Foto: Alexander Alber

Es war vor knapp einem Jahr, als Karin* ihren neunjährigen Sohn nicht mehr zur Schule schicken wollte. Als im Herbst das neue Schuljahr begann, behielt sie ihn zu Hause. Karin und ihr Mann sind weder asozial noch Revolutio-näre. Sie möchten, dass es ihrem Sohn gut geht, er mit Freude lernt und seine Fähigkeiten entfalten kann. Als Martin* nach stundenlangem Tragen der Masken in der Schule immer öfter über starke Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten klagte, war für sie klar, dass sie nach einer Alternative für ihn suchen würden.

In der Corona-Zeit, so erzählt es Karin,...

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