Von der Passhöhe des Stilfser Jochs auf 2.757 Metern steigt man in östliche Richtung (Markierung Nr. 20) etwa 90 m zur Garibaldihütte (Einkehrmöglichkeit) an der Dreisprachenspitze (2.843 m) auf. Von der Hütte geht es über den Wormisionssteig (Nr. 20), wie der Goldseeweg auch genannt wird, bis man auf einer schmalen Militärstraße zu den ersten Stellungsruinen aus dem Ersten Weltkrieg gelangt. Schautafeln erklären die Hintergründe zur Gebirgsfront in den Ortleralpen. Wer die Rötlspitze (auch Piz Cotschen, 3.026 m) besteigen möchte, biegt hier links ab und wandert bequem über den breiten Grat. Nach einem breiten Joch quert man die Bergflanke und steigt etwa 50 m auf die Sella da Piz Cotschen und in westliche Richtung bis zum Gipfel.
Der Abstieg erfolgt längs der Aufstiegsroute, bis man das kleine Joch (2.844 m) und den Steig Nr. 20 erreicht. Dieser verläuft bequem bis zu den Überresten des Lempruchlagers, einem Truppenplatz aus dem Ersten Weltkrieg, und weiter in sanftem Gefälle bis in die Senke des Goldsees und zu den teilweise noch gut erhaltenen Festungsbauten der Goldsee-Stellung.
Das Panorama ist grandios, den Ortler haben wir stets im Blick. Nun verläuft der Steig fast eben bis zu einer Geländekante. Hier öffnet sich der Blick in östliche Richtung, und markant heben sich die Weißkugel und der Similaun aus dem Kamm der Ötztaler Alpen. In stetem Gefälle queren wir ein breites Kar und gelangen zu einer weiteren Geländekante, die durch ihre Lawinenverbauungen auffällt. Nach einem kleinen Waldstück erreichen wir die Furkelhütte (2.153 m) an der Bergstation des Sesselliftes. Von der Hütte kann man mit dem Lift nach Trafoi hinunterfahren oder steigt über den schattigen Wanderweg Nr. 17 ins Dorf hinab.
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