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„Man stirbt ganz alleine“
Die Mitarbeiter in den Krankenhäusern leisten in der Pandemie Enormes. Zwei Pflegerinnen erzählen von ihrem Alltag auf ihrer Station. Ein Tagebuch über die Arbeit an der Virus-Front.
Dunja Smaoui | 3. Jun 2020 | ff 23/2020
Wie erleben Krankenpfleger die Pandemie? Das Virus ist für sie, ebenso wie für Ärztinnen, eine riesige Herausforderung. Monatelang waren die Krankenhäuser im Ausnahmezustand.

Foto: Alexander Alber

„Vor zwei Wochen war noch alles in Ordnung, ich fühlte mich sicher in meiner ‚kleinen, heilen‘ Welt, das Coronavirus war noch weit entfernt, glaubte ich“, schreibt Anja Gruber* am 7. März in einer WhatsApp-Nachricht. Sie ist eine von drei Krankenpflegerinnen, die sich bereit erklärt hat, ihre Gedanken und Gefühle in der Zeit des Lockdowns zu teilen. Ihre Berichte dokumentieren die chaotische Zeit im Krankenhaus, aber auch ein nicht immer leichtes Verhältnis zum Sanitätsbetrieb. Aus Sorge vor negativer Kritik wollen sie ihren Namen nicht öffentlich machen, mittendrin entscheidet sich...

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