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Erwin, die Merkel kommt!
Er hat für Deep Purple Speck aufgeschnitten, mit Gunter Sachs gefeiert und sich mit Ben Becker gezofft. Erwin Kuprian hat in 40 Kellner-Jahren viel gesehen und viel gehört.
Andrej Werth | 5. Jun 2019 | ff 23/2019
Im Dienst: Schwarze Schuhe, schwarze Hose, schwarze Schürze, schwarze Krawatte und weißes Hemd. Die Krawattennadel – ein goldenes Messer und eine goldene Gabel.

Foto: Alexander Alber

Das Erste, was an Erwin auffällt, ist sein Gang. Wenn er ein Bier, dazu ein Schälchen Chips, auf seinem Tablett durch den Salon der Laurin-Bar hinaus auf die Gartenterrasse balanciert, dann macht er kleine, schnelle Schritte. Er streckt den Rücken gerade durch, sein Oberkörper pendelt erst leicht nach links, dann leicht nach rechts, er geht nicht durchs Laurin, er eilt im Laufententempo durchs Parkhotel. Seinen Kellnerschritt hat sich Erwin Kuprian in 40 Dienstjahren antrainiert, privat geht er anders. Nicht langsamer, aber er macht größere Schritte.
Auch wenn der Großteil der Gäste im...

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