Nein, nicht „Bäuerinnen sollen künftig Pflegebedürftige betreuen“, wie sie schreiben. Bäuerinnen können – sofern sie möchten. Bäuerinnen können aus einem vielfältigen Angebot an Möglichkeiten wählen, um für sich, ihre Familie, ihren Hof und damit auch für die Gesellschaft Zukunft zu gestalten. Warum sollen Menschen mit besonderen Bedürfnissen nicht teilnehmen dürfen am bäuerlichen Leben und so Kraft tanken, um Herausforderungen besser zu meistern?
Es geht weder darum, den Bauernhof in eine soziale Struktur umzuwandeln, noch den Beruf der Bäuerin mit anderen Berufskategorien in Wettbewerb zu stellen. Sondern es geht um Menschen. Menschen, die durch den Aufenthalt am Bauernhof ein besonderes Wohlbefinden erfahren, und Menschen, die dies ermöglichen.
Viele Gespräche haben wir bereits geführt – mit bestehenden Anbietern und betroffenen Angehörigen – und spüren starken Willen zur Zusammenarbeit, zum Austausch und zur gegenseitigen Unterstützung. Wir schaffen eine wohlwollende Ergänzung in einem Angebot, wo vieles da ist. Und wo noch vieles mehr gebraucht werden wird.
Hiltraud Erschbaumer, Landesbäuerin, Vilpian
Hof-Sache
ff 21/18 über Pflege auf dem Bauernhof und warum die Sozialverbände gegen das Vorhaben Sturm laufen
