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„Es braucht Leitplanken“
Joachim Reinalter, Obmann des Sennereiverbandes, über die Revolution in der Milchwirtschaft. Und welche Geschichten vom Südtiroler Milchbauer erzählt werden sollen.
Joachim Reinalter (Jahrgang 1969) ist Obmann der Molkereigenossenschaft Bergmilch Südtirol – Mila und des Sennereiverbandes. Er ist zudem Bürgermeister in seiner Heimatgemeinde Percha und hat dort auch einen eigenen Bauernhof. In seinem Stall stehen zurzeit 17 Kühe, die Milch geben. Er selbst trinkt täglich „ungefähr einen Dreiviertelliter Milch“.

Foto: Alexander Alber

ff: Der Sennereiverband setzt auf das von den Südtiroler Milchhöfen beschlossene Konzept der flächenbezogenen Milchwirtschaft. Diese könne langfristig nur erfolgreich sein, wenn sie nachhaltig produziert, heißt es. Was versteht man genau unter Nachhaltigkeit?

Joachim Reinalter: Nachhaltig ist, wenn zukünftige Generationen auch noch mit den Ressourcen, die uns heute zu Verfügung stehen, arbeiten können. Wenn wir unsere kleinstrukturierten bäuerlichen Milchbetriebe mit durchschnittlich 14 Kühen im Stall halten wollen, dann müssen wir uns anstrengen....

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