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Die Kunst des ?
Das Museion in Bozen zeigt das Werk des slowakischen Künstlers Július Koller. Die Ausstellung führt in unbekanntes Gelände. Und stellt uns Zeitgenossen vor entscheidende Fragen.
Georg Mair | 7. Jun 2017 | ff 23/2017
Zwischen 1970 und 2007 jedes Jahr ein Selbstporträt: Der Künstler Július mit den Zeichen der Zeit, mit Ironie und Selbstironie. Und mit dem, was sein Werk kennzeichnet – Netzwerke, Labyrinthe, Sport und Medien.

Foto: Alexander Alber

Im Jahr 1970 wurde Július Koller zu einer offiziellen Kunstausstellung in Bratislava eingeladen. Heute ist Bratislava die Hauptstadt der Slowakei, damals waren die Slowakei und Tschechien noch ein Land, das Tschechoslowakei hieß und eine „sozialistische Volksrepublik“ (ČSSR) war. Im Westen war es bekannt durch den Aufstand gegen die Sowjetunion 1968, durch seine Eishockeyspieler und Dissidenten wie Vaclav Havel.
Die Antwort von Koller (1939–2007) auf die Einladung war eindeutig. „Ume? Nie!“ Er selber nannte es eine „Teilnahme mittels künstlerischer Nichtteilnahme“.
„Umenie“ heißt auf...

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