bei der Verleihung des Gabriel-Grüner-Schülerpreises und des Gabriel-Grüner-Stipendiums treffen internationaler Journalismus und Lokaljournalismus aufeinander. Der eine ist genauso wichtig wie der andere.
Das Stipendium, 6.000 Euro, ermöglicht die Recherchen für eine Reportage. In diesem Jahr geht das Stipendium an Morgane Bona (Text) und Johanna-Maria Fritz (Fotos). Sie wollen nachzeichnen, wie in der Arktis eine neue Frontlinie zwischen Russland und dem Westen entsteht.
Bisher berichteten die beiden hauptsächlich aus der Ukraine. Eine Arbeit, die sich radikal verändert hat, wie sie bei der Preisverleihung im Oberschulzentrum in Mals erzählten. Auch die Journalistinnen und Journalisten werden von Drohnen verfolgt, ihre Arbeit im Kriegsgebiet wird immer gefährlicher und unmöglicher.
Beim Schülerpreis lernen Jugendliche der 4. Klasse Oberschule, wie man eine Reportage verfasst. Die Workshops finden in der Redaktion der ff statt, man trifft sich dafür vier Mal im Jahr. Getragen wird der Preis von ff, Agentur Zeitenspiegel, Bildungsdirektion des Landes und Bildungsausschuss der Gemeinde Mals (die auch den Festakt am Freitag vergangener Woche organisierte). Die Siegerreportage von Annalena Gufler und Fabian Pircher dokumentiert spektakulär leise, wie Klaus als Letzter einer langen Reihe seinen Hof bewirtschaftet. ff-Chefredakteur Georg Mair sagte in seiner Festrede (Thema: die Wichtigkeit und Schönheit des Lokaljournalismus): „Die besten Geschichten liegen um die Ecke.“

