ff: Frau Plagg, es gibt den Roman „Die Wut, die bleibt“ der österreichischen Autorin Mareike Fallwickl. Es geht um Fürsorge, Überlastung und Rollenbilder. Es geht um Helene, dreifache Mutter, die beim Abendessen aufsteht, zum Balkon geht und sich ohne ein Wort in den Tod stürzt. Ihr Mann hatte davor gefragt: „Haben wir kein Salz?“
Barbara Plagg: Ich kenne das Buch. Was Fallwickl gut beschreibt: Es ist nicht vorgesehen, dass du an der Mutterschaft scheiterst. Eine gute Mutter hält aus, organisiert, kompensiert, lächelt weiter. Aber dieses Mutterbild...
