Als Sophia Cornelissen gerade mal zwei Monate verheiratet war, reiste sie quer durch Europa zu ihrem verletzten Mann nach Warschau. Bei einem russischen Granatwerferangriff am Dnepr, nahe der Stadt Nikopol in der Ukraine, war er schwer verwundet worden, ein Bein musste amputiert werden. Sophia war 31 Jahre alt.
Im Telegramm, das die junge Frau erreicht hatte, hieß es: „… – Zustand sehr ernst – Kommen dringend erforderlich – Telegramm dient – behördlich gestempelt … als Ausweis für die Demarkationslinie – Österreich (Ostmark) – Polen –.“
Es war Ende des Jahres 1943, mitten im...
