Schmeichelnde Männer: (ul) In Japan boomen sogenannte Gastgeberclubs. Bei den Gastgebern handelt es sich um junge, gut aussehende, bestens gekleidete Männer, die gegen Geld Zeit mit Frauen verbringen. Sex kann Teil des Geschäfts sein, allerdings nur außerhalb des Gastgeberclubs. Die Männer machen den Frauen Komplimente und bereiten ihnen so Vergnügen.
In Japan gibt es inzwischen 900 solche Clubs, dort arbeiten 21.000 Männer. Der Boom erklärt sich mit einem Blick auf die Statistik. 60 Prozent aller japanischen Frauen in ihren späten Zwanzigern sind ledig. Ein Drittel aller unverheirateten Erwachsenen zwischen 20 und 49 hatte noch nie eine Beziehung. Einige der männlichen Gastgeber treten in TV-Shows auf, haben in den sozialen Medien Millionen Follower, ihr Konterfei prangt auf großen Werbeflächen. Sie sind fester Bestandteil japanischer Popkultur.
Interessant: 40 Prozent aller Frauen, die im Okubo Park in Tokyo wegen illegaler Prostitution aufgegriffen wurden, so die Polizei, gaben an: Mit dem Geld wollten sie Zeit mit einem Gastgeber verbringen.
