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Aufgegabelt
In dieser Folge … Pizza
ff media | 29. Mai 2024 | ff 22/2024

Foto: freepik

Starker Geschmack, reichlich Kohlenhydrate, oft superfettig: Oftmals werden Pizzas auf diese einfache Formel reduziert. In den vergangenen Jahren aber sind Pizzas mitunter vom Fast Food-Essen zum Gourmetgericht von anspruchsvollen Pizza-bäckern in superschicken Genusstempeln avanciert. Das hat seinen Preis, doch das tut dem Andrang keinen Abbruch.

Kurz zur Geschichte des modernen Fladenbrots: Dass die Pizza in Neapel erfunden worden sein soll, hat sich in den Köpfen der Menschen festgesetzt. In der Vesuvstadt soll am 11. Juni 1889 zu Ehren von Königin Margherita aus dem Hause Savoyen die Mutter aller modernen Pizzas, die Margherita, kreiert worden sein. Beweise dafür gibt es keine, doch egal, die Geschichte liest sich schlicht und einfach nur schön.

Auf jeden Fall wollen wir es mit einem Pizzabäcker aus Bozen halten, in dessen Lokal folgende Leuchtschrift die Wand ziert: „Don’t touch my Pizza!“

Il Corso

Authentisch sind die Pizzas im „Il Corso“ in der Bozner Freiheitsstraße. Zwei Jahrzehnte lang hat Santo Gabrieli mit seiner Familie hier eines der beliebtesten Cafés der Stadt geführt. Es war die Pandemie und die aufgezwungene Auszeit, die Santo umdenken ließen. In Neapel bildete er sich zum Pizzabäcker aus und führt diese Tradition in Bozen fort. Und wie bereits im Café Qualität mit edlem Gebäck angesagt war, lässt Santo auch bei den Pizzas seiner Kreativität freien Lauf. Pomodoro di San Marzano, Capperi di Salina, Spianata calabra piccante, Cipolla di Tropea liegen sanft auf einem knusprig gebackenen Pizzateig, der Zeit hatte zu gehen und zu ruhen – das Erfolgsgeheimnis einer exzellenten Pizza.

Siegesplatz 44, Bozen

T. +39 0471 262 307

ilcorsobolzano.it

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PIRRI

Unscheinbar ist das Haus an der Staatsstraße in Burgstall. Doch die Pizzas sind grandios – und das, seit der Autor dieser Zeilen zurückdenken kann. Schon als Teenager waren sie spitzenmäßig: sehr dünner Teig, knusprig und mit exzellentem Mozzarella belegt. Die Menschen stehen gerne Schlange, um bei den Pirris (einst Ugo, passionierter Langstreckenläufer, heute mehr und mehr auch sein Sohn) eine Pirri-Pizza zu genießen. Je nach Saison wird sie entsprechend belegt: mit Artischocken und Kürbis im Herbst oder mit Spargeln im Frühling. Wenn vorrätig, vor der Pizza unbedingt die klassische Bruschetta mit Tomaten probieren. Das einzige kleine Manko an der Pizza ist, dass sie sehr dünn und recht klein ausfällt.

Romstraße 90,
Burgstall

T. +39 0473 291 348

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357

Wenn ein Sternekoch eine Pizzeria eröffnet, und das auch noch an jenem Ort, wo seine kulinarischen Künste in Meran angefangen haben (gegenüber dem Hotel Palace in der Plankensteinstraße), dann darf das schlicht und einfach nicht schiefgehen. Gefordert, getan. Im Gute-Laune-Lokal mit Terrasse ist die Atmosphäre jugendlich, leicht, unbeschwert und die Pizzas von exzellenter Machart. Dem Teig wird Zeit gegeben zu gehen, bei den Zutaten wird rigoros auf Qualität gesetzt. Für uns der Hit: die Pizza „Ricorda la norma“ mit Tomaten, Mozzarella, Oregano, Schnittlauch, Pecorinokäse, frittierten Auberginenwürfeln und Brotcroûtons. Ja, richtig gelesen: Brotwürfel. Was unlogisch klingt, erweist sich als meisterlich genüsslich!

Plankenstein-Straße
3-5-7, Meran

T. +39 0473 055 357

trecinquesette.it

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Drei weitere Tipps

• Torgglkeller, Klausen

• Zio Alfonso, Bozen

• DInuoVO, Meran