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„Ich spüre einen Duft“
Drei junge Dichterinnen treten im Plenum des Landtages auf – und siehe da: Die Abgeordneten kommen ins Nachdenken.
Ein Parlament wie es der Südtiroler Landtag ist, ist auch das Haus der Macht der Worte – denn Parlament stammt vom französischen Wort „parler“ ab, das heißt „sprechen“, „reden“.

Foto: Alexander Alber

Donnerstag, 13. Mai, gegen 10 Uhr. Nadia Rungger sitzt im Foyer des Landtages und verfolgt am Bildschirm mit, wie im Plenum der Abgeordnete Alessandro Urzì zu Beginn der Sitzung „zum Fortgang der Arbeiten“ spricht. Das heißt, eigentlich brüllt er. Er will wissen, was es auf sich hat mit der Anfechtung des Landesgesetzes zum Hilfspaket über 500 Millionen Euro durch die Regierung. Er will eine Debatte dazu in der Aula. Er echauffiert sich darüber, dass für die Anwesenheit im Landtag nur eine mündliche Bestätigung genüge, während in der Schule oder im Restaurant ein Test vorgewiesen werden...

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