Der Stand und die Leistungsfähigkeit der Industrie war im südlichen Tirol zu Beginn des 20. Jahrhunderts selbst im Vergleich mit den ebenfalls agrarisch dominierten Nachbargebieten in Nord und Süd sehr bescheiden. Dem Anschluss Südtirols an Italien 1920 folgte zuerst eine konsequente und großräumige Ausbeutung der Wasserkraft und dann eine forcierte Industrialisierung durch das faschistische Regime. Sie verlief keinesfalls linear, sie war auch nicht nur italienisch und staatsinterventionistisch bestimmt und schon gar nicht ausschließlich urban geprägt.
Zum ersten Mal zeigte sich...
