Vor über 100 Jahren war die Wertigkeit der Südtiroler Weinsorten im Vergleich zu heute radikal auf den Kopf gestellt – der Vernatsch war nicht nur mengenmäßig der Branchenprimus, auch bei den Auszahlungspreisen der Maische gab es gewaltige Unterschiede. Die damals junge Kellereigenossenschaft Kaltern benötigte in den Jahren 1901 und 1902 große Mengen von Lagrein-Trauben als „Farb-Maische“, um den Kalterersee aufzubessern. Also schlossen die Kalterer Genossen anno 1903 mit dem Grieser Weinbauern Franz Tutzer einen Tauschvertrag: Tutzer lieferte jährlich 200 Hektoliter Lagrein-Maische, die...
