Literatur – Graham Swift: (gm) Gewalterfahrungen, die nicht beredet werden, betreffen nicht nur den, der Gewalt erfahren oder ausgeübt hat. Sie betreffen auch die kommenden Generationen, sie „vererben“ sich weiter.
Krieg, Gewalt, Ausnahmezustände stehen immer im Hintergrund der zwölf Erzählungen des britischen Autors Graham Swift (1949 geboren, er lebt in London). Er erzählt in „Nach dem Krieg“ (dtv 2025, 293 Seiten, 27,50 Euro) etwa von einem jungen englischen Soldaten, der im Hannover der Nachkriegszeit nach seinen jüdischen Verwandten sucht. Und dabei auf einen...
