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Zum Gipfel des Monte Altissimo
ff media | 22. Mai 2024 | ff 21/2024
Der Ausblick in das tiefblaue Wasser des Sees ist zweifellos der Höhepunkt dieser Wanderung.

Foto: Peter Righi

Es lohnt, den Monte Altissimo di Nago zu erklimmen, da er einerseits von drei Seiten her leicht zugänglich ist und andererseits auf seiner Westseite doch eindrucksvoll fast 2.000 Meter zum Gardasee abfällt. Die klassische Aufstiegsroute beginnt oberhalb von Brentonico und bietet eine vielseitige Strecke, die im Winter auch für Skitouren genutzt wird.

Unsere Wanderung beginnt bei der Kapelle von San Giacomo Maggiore in San Giacomo/Brentonico auf 1.195 Metern Höhe. Wir folgen dem Wanderweg (Mark. 622), der uns über -Wiesen und durch einen Buchenwald in die Nähe der Malga Campo auf 1.620 Metern Höhe führt. Von dort steigen wir westwärts über steile Almweiden zum Rifugio Altissimo auf 2.059 Metern auf. Ein paar Minuten oberhalb, auf einer flachen Wiesenkuppe, befindet sich der Gipfel des Monte Altissimo. Um den ersehnten Blick auf den See zu genießen, müssen wir jedoch vom höchsten Punkt ein paar Meter absteigen.

Für den Abstieg wandern wir von der Hütte nach Süden auf einem breiten Schotterweg (Mark. 633) hinunter zur Bocca del Creer auf 1.617 Metern, wo die asphaltierte Monte-Baldo-Straße vorbeiführt und das Rifugio Graziani steht. Wir aber bleiben etwas oberhalb der Bocca del Creer und schwenken, vorbei am linken Parkplatz und dem Schilderbaum, auf den Weg ein (Mark. 650), der über Wiesen zur Malga Campo auf 1.620 Metern führt. An der Kreuzung stoßen wir auf den Weg (Mark. 633, San Giacomo), den wir bereits vom Aufstieg kennen, und folgen ihm zurück zum Ausgangspunkt unserer Wanderung.

Gletschermühlen

Nahe der Panoramastraße Nago–Torbole befinden sich die „Marmitte dei Giganti“ (Töpfe der Riesen). Mich beeindruckt immer wieder die immense Kraft, mit der die Gletscher während der Eiszeit vor 70.000 bis 10.000 Jahren die Landschaft formten. Die karstigen Vertiefungen ähneln aufgrund ihrer runden Form riesigen Töpfen, die laut Überlieferung von Riesen genutzt wurden, um ihren Durst zu stillen. Diese außergewöhnlichen Natur-erscheinungen wurden durch das herabstürzende, Sand und Steine mitführende Schmelzwasser der Gletscher in den Felsen gegraben. Abgesehen von diesen glazialen Becken gibt es in der Region noch andere Naturdenkmäler, die auf die Erosion durch eiszeitliche Gletscher zurückzuführen sind.

Infos in Kürze

Eine vielseitige Strecke, nicht zu schwer, mit grandiosem Blick auf den Gardasee.

Ausgangspunkt: San Giacomo (1.195 m)

Höhendifferenz: Aufstieg: 875 Hm

Wegstrecke: 12,8 km

Gehzeit: 4 h 50 min

Höchster Punkt: 2.068 m, tiefster Punkt: 1.195 m

Navi-Adresse: 38060 San Giacomo (TN), Brentonico, SP 88, Hotel San Giacomo

Beste Jahreszeit: Von Juni bis November, besonders schön im Frühsommer und Herbst. Auch im Hochsommer nicht zu heiß.

Öffentliche Verkehrsmittel: Bus: B305, Rovereto–Brentonico–Saccone, www.trentinotrasporti.it

Einkehrtipp

Rifugio Altissimo: „Damiano Chiesa“, zwar keine leichte Kost, aber die Polenta mit Grillkäse ist absolut zu empfehlen.

www.sat-mori.it/rifugio/

Die ungekürzte Version und viele weitere Wandertipps finden Sie im Buch.

Foto: Folio Verlag

Das Buch zum Tipp

Peter Righi

Oh! Wandern am Gardasee

Folio Verlag (Wien/Bozen) 2024

ISBN 978-3-85256-882-9

Erhältlich im Buchhandel.