Es ist eine kühle Dezembernacht, 2024, kurz nach 22 Uhr. -Manuela sitzt im Auto. Sie wirkt unruhig. „Ich habe ein mulmiges Gefühl“, sagt sie und berührt den ovalen Anhänger ihrer Halskette. Das hilft ihr, wenn sie nervös ist. In der Mitte ein Fingerabdruck von ihrem elfjährigen Sohn. Rechts daneben zwei Steinchen, für ihre Sternenkinder.
Manuela Schöpf, 44 Jahre alt, rasierter Undercut, markante Ohrringe, fährt ins Krankenhaus von Bozen. Auf dem Beifahrersitz liegt ein schwarzer Rucksack. Darin eine Kamera, drei Objektive. Ein engelsförmiger Anhänger. Eine gehäkelte blaue Puppe, so...
