es gibt Ereignisse, die das Leben komplett verändern, von einer Sekunde zur nächsten, von einem Tag auf den anderen. Die Welt scheint stillzu-stehen, nichts wird mehr so sein wie zuvor. Zum Beispiel dann, wenn das Leben endet, bevor es beginnt. Wenn ein Kind vor, während oder bald nach der Geburt stirbt. In unserer aktuellen Titelgeschichte geht es um all das: Trauer, Hoffnungen, Erinnerungen nach dem Tod. Um Sternenkinder. Und um eine Frau, die Sternenkinder fotografiert – Manuela Schöpf, selbst Mutter von zwei Sternenkindern. Sie sagt: „Für dich bricht eine Welt zusammen. Das kann man nicht beschreiben.“
Lena Unterpertinger (18, aus Neustift) und Liam Fiechter (17, aus Gasteig) haben Schöpf und ein Elternpaar begleitet, das zwei Sternenkinder hat. Herausgekommen ist eine Reportage, die in diesem Jahr den ersten Preis des Gabriel--Grüner-Schülerpreises gewonnen hat. „Wir hoffen“, sagen Lena und Liam, „dass unsere Reportage -Betroffenen Mut macht, darüber zu sprechen.“
Dass sich nach einer Wahl alles ändern werde, wird gerne versprochen. Aber was heute gesagt wird, muss nicht zwangsläufig morgen der Realität entsprechen. Das wird man auch nach diesen Gemeinderatswahlen beobachten können. In Meran und Bozen wird dieser Tage noch vieles versprochen und viel gesagt. Denn am Sonntag gibt es dort den zweiten Wahlgang: eine Bürgermeisterin, ein Bürgermeister muss gewählt werden. Während wir von den zwei Bozner Kandidaten – Juri Andriollo und Claudio Corrarati – eine Art Steckbrief verfasst haben, ließen wir die Meraner Konkurrenten miteinander diskutieren.
Markus Larcher traf Katharina Zeller und Dario Dal Medico im Ausschusssaal des Meraner Rathauses. „Die Stimmung“, erzählt er, „war etwas frostig.“ Man merkte, dass sich die beiden miteinander schwertun. „Es ist wohl schon zu viel passiert in diesem Wahlkampf.“
Ein weiterer Schwerpunkt in dieser Ausgabe ist die Wahl des neuen Papstes. Andrej Werth war vergangene Woche in Rom und hat für uns das Konklave verfolgt. Als plötzlich weißer Rauch aufstieg und bald darauf Robert Francis Prevost als Papst Leo XIV. auf die Mittelloggia des Petersdoms trat, sei das als Reporter schon „ein besonderer Moment“ gewesen, so Werth.

