Jetzt nur keine Wahlmüdigkeit vortäuschen. Wer will, dass die EU an Bürgernähe gewinnt, muss mit einem klaren Votum das Parlament stärken. Zu sehr sind Tendenzen feststellbar, mit mehr Regulierung und Bevormundung den Mitgliedsländern das Leben schwer zu machen. Auf dieser Ebene herrscht „Sanierungsbedarf“, ansonsten ist das europäische Haus gut bestellt mit überwundenen Grenzen, einer Währungsunion und einem Friedensprojekt, das sich weltweit sehen lassen kann. Mit der Stimmabgabe können die Bürger jene stärken, denen zugetraut wird, dass sie die Verschlankung, die Entbürokratisierung, die bessere Durchschaubarkeit und die Verringerung des Einflusses der Lobbyisten in den Gremien erwirken.
Thomas Malfertheiner, Bozen