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„Mein Leben ist nicht vorbei“
Betroffene von sexuellem Missbrauch schweigen oft über das, was sie erlebt haben. Warum das so ist und wie sich das ändern kann, diskutieren eine Betroffene und Psychiater Andreas Conca.
Andrej Werth | 17. Mai 2023 | ff 20/2023
„Meine Geschichte ist noch nicht abgeschlossen, das wird sie niemals sein.“ Judith

Foto: elina-araja/Pexels

Judith, eine Frau Anfang 40, die eigentlich anders heißt, hat sich bei ff gemeldet. Sie möchte darüber sprechen, warum Menschen, die sexuellen Missbrauch erleben, meistens öffentlich schweigen. Auch sie will, das ist eine Bedingung fürs Gespräch, anonym bleiben. Und noch etwas ist für sie wichtig: Das Gespräch soll gemeinsam mit Andreas Conca stattfinden, dem Primar der Psychiatrie am Landeskrankenhaus Bozen. Conca gehört der von der Landesregierung eingesetzten Arbeitsgruppe an, die sexuellen Missbrauch in Südtirol aufarbeiten soll. Am Ende des Gesprächs hat man das Gefühl, dass es...

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