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Liebe Leserin, lieber Leser,
ff media | 17. Mai 2023 | ff 20/2023
Die Gefahren des Lokaljournalismus: Andrej Werths Auftritt beim Reporterslam in Innsbruck.

Foto: Privat

auch wenn es das Publikum im Innsbrucker Treibhaus nicht bemerkte: Andrej Werth war kurz vor seinem Auftritt beim Reporterslam am Freitagabend so nervös, dass er überlegte, wieder nach Hause zu fahren. Ist er dann doch nicht. Gut so. Denn Kollege Werth istSlampiongeworden.

Angetreten war er beim Journalismusfest in Innsbruck gegen Konkurrenz aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz – es war der erste Eurovisions-Slam. Die Grundidee des Formats: Journalistinnen und Journalisten berichten über ihre Arbeit und bringen dabei das Publikum zum Lachen. Werth sprach über die Gefahren des Lokaljournalismus. Zur großen Freude des Publikums – bei ihm war der Applaus am Ende am lautesten. Werth darf jetzt nach Berlin zum Jahresfinale des deutschen Reporterslams.

Wohnen ist ein Thema, bei dem jede und jeder mitreden kann. Es betrifft viele Menschen in Südtirol, viele Faktoren beeinflussen die Debatte: fehlende Arbeitskräfte, Leerstand, Zweitwohnungstourismus, Ausverkauf der Heimat, Airbnb, steigende Zinsen, Spekulation, Studentenwohnheime, betreutes Wohnen, die Wohnbaupolitik.

In den Mittelpunkt der Titelgeschichte (ab Seite 26) haben Silke Hinterwaldner und Julia Heckendorf drei Frauen gerückt: Eine möchte bauen, eine kaufen, eine mieten. Sie zeigen, wie es um das Wohnen in Südtirol steht.

Am Freitagabend war Silke Hinterwaldner in Sand in Taufers und hat mit Jugendlichen über den Zustand der Demokratie geredet. Anlass dafür waren die bevorstehenden Gemeinderatswahlen.

Die „Außensicht“ in der ffsorgt regelmäßig für Diskussion, so letzthin die Kolumne von -Bettina Conci „Wir riefen Touristen, und es kamen Menschen“ oder von Florian Kronbichler über die Via Rasella. Wir sind froh über die Debatte, denn ohne sie gibt es keine Demokratie. In dieser Woche begegnen die beiden sich wieder (Seite 6).In der kommenden Woche schreiben Anton Rainer
und Alexandra Kienzl. Kienzl, bekannt für ihr „Fritto Misto“ auf Salto.bz, ist neu im Team, vergangene Woche hat sie ihr Debüt gegeben. Herzlich willkommen, wir freuen uns!

Was darf man heute als Comedian noch sagen, hat Georg Mair Gianluca Iocolano gefragt. Iocolano pflegt in der Dekadenz in Brixen erfolgreich seine Show. Ab Seite 50.

Foto: Ludwig Thalheimer