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Die Rückkehr des Magischen
Die 59. Kunst-Biennale in Venedig feiert den Surrealismus. Und schafft viel Raum für Entdeckungen – und Beliebigkeit. Ein Rundgang.
Markus Larcher | 18. Mai 2022 | ff 20/2022
Halb Ofen, halb Wesen. Gabriel Chailes Ton-Skulpturen im Arsenale-Eingangsbereich „Rosario Liendro“, 2022.

Foto: Gabriel Chaile

Ah. Qui non c’è niente, andiamo!“ Es ist die Aufforderung einer jungen Frau an ihre Begleiterin im Deutschen Pavillon. Hier ist tatsächlich nichts ausgestellt, die kirchenhohen Räume sind leer. Abgekratzte Wände samt freigelegtem Ziegelwerk, ein geöffneter Boden im zentralen Raum, aufgebrochen wie eine archäologische Fundstätte. Eine Baustelle – ist das Kunst?

Tatsächlich geht es der Künstlerin Maria Eichhorn, die den Pavillon gestaltet hat, weniger um die Kunst an und für sich als vielmehr um eine Zeitreise, um die Dekonstruktion eines vorbelasteten Kunsttempels – eines...

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