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Am Tropf
In den Achtzigerjahren war es ein Glaubensgrundsatz: die Produktion auslagern. Die Pandemie legt offen, wie verwundbar das die Wirtschaft in Europa gemacht hat. Wie abhängig auch Südtirol von China & Co ist.
Georg Mair | 19. Mai 2021 | ff 20/2021
Die Produktion von Bekleidung verlagert sich langsam wieder nach Europa: Doch die größten Produzenten des Rohstoffs Baumwolle sind China und Indien. Und dessen Verarbeitung ist ein langer Weg, kostet viel Wasser (2.000 Liter für ein T-Shirt). Wer es näht, bekommt gerade einmal 1 Prozent des Ladenpreises.

Foto: Freepik

Wer wissen will, wie abhängig Südtirols Wirtschaft ist, und von wem, kann zum Beispiel Federico Giudiceandrea fragen. Giudiceandrea, 66, hat als Unternehmer schon einiges erlebt, aber jetzt gerade hat er ein gröberes Problem.

Giudiceandrea hat die Microtec in Brixen zu einem Unternehmen geformt, das seine Geräte in der ganzen Welt verkauft, genauer gesagt dort, wo Nadelholz zu Rundholz verarbeitet wird. Holz für Häuser, Möbel und Kisten. Holz ist einer der Rohstoffe, nach denen im Moment die Bauwirtschaft auf der ganzen Welt ein großes Verlangen hat.

Es ist wie in einem...

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