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„Pass auf, Gerlinde!“
An ihr sei ein Mann verloren gegangen, sagte man Lydia Ninz vor einigen Jahren. Was die Südtiroler Journalistin bei ihrer Arbeit erlebt hat.
Andrej Werth | 15. Mai 2019 | ff 20/2019
Trotz weiblicher Redaktionen: Männer kommen auf die Titelseiten, Frauen bekommen Blumen.

Foto: Alexander Alber

Lydia Ninz hat zu Beginn des Gesprächs eine Bitte. Ob wir uns nicht duzen könnten, fragt die aus Bozen stammende Wirtschaftsjournalistin. Sonst fühle sie sich so schrecklich alt. Ninz, 1955 in Bozen geboren, hat Betriebswirtschaft in Wien studiert und anschließend in verschiedenen österreichischen Wirtschaftsredaktionen gearbeitet. Bei der österreichischen Presseagentur Apa war sie die Praktikumsbetreuerin des späteren Dolomiten-Chefredakteurs Toni Ebner, beim Standard gründete sie zunächst ein internes Frauennetzwerk, dann die Online-Zeitung Diestandard.at. Vergangene Woche sprach...

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