Auf dem Tisch im Wohnzimmer steht ein kleiner Buchhalter. Kein leibhaftiger, der Zahlen herumschiebt, sondern ein „Leseständer“, der Bücher hält. So, als würde hier jeden Tag eine Messe für die Literatur gelesen.
Kleine, dicht beschriebene Zettel, aus denen Enrico De Zordos Buch „Divertimenti tristi. Centoundici prose minime“ entstanden ist. Der Autor hätte gerne gehabt, dass sein Buch (AlphaBeta Verlag 2018, 155 Seiten, 12 Euro) in diesem Zettelformat gedruckt wird. Neben den Zetteln zwei Bücher, die für sein Schreiben wichtig sind: Roland Barthes, „Am Nullpunkt der Literatur“ und...
Schreiben ist ein trauriges Vergnügen
Enrico De Zordo ist ein neues Gesicht in der Südtiroler Literatur. Er hat jetzt sein erstes Buch vorgelegt. Kurze Prosastücke, messerscharf und auf dem Punkt.
