Ich war ja immer schon gegen Olympia.“ Die Frau sagt diesen Satz nicht laut genug, um ihn als Provokation zu verstehen. Eher wie eine Feststellung, die Teil ihres Alltags geworden ist. Sie sitzt in der Sonne vor einem Café in Niederrasen, vor sich einen Espresso, an dem sie in kleinen Schlucken nippt. Es ist einer dieser Tage, an denen die Luft noch kühl ist, die Sonnenstrahlen aber so sehr wärmen, dass niemand mehr an den Winter denkt. Nur einen Steinwurf entfernt frisst sich ein Bagger in den Boden, hebt Erdreich aus, wirbelt Staub auf.
An der Pustertaler Straße zwischen Olang und...
Krawalle, Brot und Spiele
Grandios oder schrecklich? Welches Erbe Olympia in Südtirol hinterlässt. Und was das für die Zukunft bedeutet.
